Basisorientiert und immer nahe dran! – DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt bei der BPOLI Rosenheim

Wendt-Rosenheim1Die Personalversammlung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim nahm der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt zum Anlass, sich ausführlich über die Arbeit der Bundespolizei an der deutsch-österreichischen Grenze zu informieren.

Der DPolG Bundesvorsitzende Rainer Wendt erschien bereits am frühen Morgen, um sich selbst ein umfassendes Bild von der Situation unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort machen zu können. Der Vorsitzende des DPolG-Ortsverbandes Rosenheim Siegfried Schimpfhauser und der stellv. Vorsitzende des DPolG-Bezirksverbands Bayern, Johannes Petruschke erörterten mit Rainer Wendt die anhaltend desolate Situation der BPOLI Rosenheim.

In einer gemeinsamen Runde ließ sich Rainer Wendt durch die Kolleginnen und Kollegen der Dienstgruppen deren Lage schildern. In den persönlichen Gesprächen sammelte Rainer Wendt nicht nur wertvolle Erfahrungen aus der Praxis, er überzeugte auch durch seinen pragmatisch polizeilichen Sachverstand. Er sicherte den Kolleginnen und Kollegen zu, bei dem Versuch deren Arbeitsbedingungen zu verbessern, nicht müde zu werden. Die stete Überlastung der Belegschaft, obendrein mit vollzugsfremden Aufgaben, führe zu einer immer größer werdenden Demotivation der Mitarbeiter/innen. Er werde darum die Forderung nach Einstellung von Tarifbeschäftigten, die zu einer schnellen und spürbaren Entlastung in vielen durch die Massenmigration überlasteten Bereichen führen würden, in der Politik und auch in den Medien weiter vorantreiben. Diese Maßnahme würde sehr schnell Polizeivollzugsbeamte freisetzen, die dringend für die Erfüllung grenz- und bahnpolizeilicher Aufgaben, sowie von Kräften der Bundesbereitschaftspolizei führen, die insbesondere für Einsätze und besondere Lagen gebraucht würden.

Denn Straftäter fange man nach wie vor auf der Straße und nicht bei der Sachbearbeitung. Das weiß Rainer Wendt noch zu gut aus seiner eigenen polizeilichen Tätigkeit bei einer Polizeiinspektion in Duisburg. Straßenfahnder gehören auf die Straße und nicht ins Büro!
Der DPolG Bundesvorsitzende sichert zu, dass sich die DPolG weiterhin für die Einführung von Langzeitarbeitskonten einsetzten wird. Denn ein Verfall der mittlerweile angefallenen Überzeit- und Mehrarbeit würde einem Diebstahl an den
Kolleginnen und Kollegen gleichkommen, so Rainer Wendt. Dazu dürfe es keinesfalls kommen!

Diese zentralen Forderungen wiederholte er auch am Nachmittag bei der Personalversammlung der Angehörigen der BPOLI Rosenheim im Beisein des Präsidenten der Bundespolizeidirektion München und der Inspektionsleitung der BPOLI Rosenheim.
Eine Besetzung der 3000 zusätzlichen Stellen innerhalb der Bundespolizei und der damit verbundenen steigenden Einstellungszahlen führe vor dem Hintergrund der Pensionsrate nicht einmal mittelfristig zu einer spürbaren Entlastung und einem wieder zumindest halbwegs regulären Arbeitsalltag in Rosenheim und der gesamten Bundespolizei.
Hier muß umgehend eine schnelle und pragmatische Lösung her. Neben der Einstellung schnell verfügbarer Tarifbeschäftigter, kommt dem Schutz der Schengenaußengrenzen eine besondere Bedeutung zu.
Bereits vor über zehn Jahren und somit noch bevor Rainer Wendt Bundesvorsitzender wurde, forderte die DPolG, vor einem Abschaffen der Binnengrenzen, dass zunächst die Außengrenzen zu sichern seien, eine gemeinsame europäische Grenzpolizei geschaffen werde muss und an den dann entstehenden Binnengrenzen für adäquate Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen einer Binnengrenzfahndung zu sorgen sei.

Leider hat die Politik zu aller Anfang mit dem Wegfall der Binnengrenzen begonnen. Dies führe jetzt unweigerlich zu einem hohen Nachbesserungsbedarf. Auf seine humorvolle Art schilderte er diese politischen Nachbesserungsversuche in den Wirren Berlins vor dem Hintergrund eines schwächelnden Bundesinnenministers.

Anja Ducklauß-Nitschke, stellv. Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, die bereits seit einigen Wochen freiwillig in der Bearbeitungsstraße Dienst leistet, um hier die für die Gewerkschaftsarbeit so wichtige praktische Erfahrungen sammeln zu können, führte Rainer Wendt durch die einzelnen Stationen der Bearbeitungsstraße. Denn auch hier liegt einiges im Argen. Interessiert folgte Rainer Wendt den Ausführungen und Erklärungen unserer dort eingesetzten Kolleginnen und Kollegen. Die dort erkannten Missstände werde er mit in das politische Berlin nehmen, um sich dort mit Nachdruck für deren Beseitigung einzusetzen.

Er kündigte an, in naher Zukunft erneut die BPOLI Rosenheim zu besuchen, um die interessanten und gewinnbringenden Gespräche fortsetzen zu können. Denn die Belange der Bundespolizei, die durch die Massenmigration einer solchen Belastung ausgesetzt ist, liegen ihm besonders am Herzen. Nicht zuletzt, weil wir seinen Neffen in naher Zukunft als Neuzugang in unserer Behörde begrüßen dürfen. Dieser könne,
trotz der auch von Rainer Wendt kritisch gesehenen Herabsetzung der Einstellungsvoraussetzungen, durchaus „gerade aus laufen“, meinte Rainer Wendt mit einem Augenzwinkern.

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