Immer mehr Kolleginnen und Kollegen ziehen ihre Konsequenzen. Die Zeit ist reif für einen Wechsel!

Harald Siegmann

Harald Siegmann

Im Leben eines Jeden kommt es zu Veränderungen, größtenteils aus eigenem Antrieb, manchmal aber durch stattfindende Ereignisse. So auch bei Harald Siegmann aus dem Sachbereich 73 des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam. In dem nachfolgenden Interview erläutert Harald Siegmann seine Beweggründe in die DPolG zu wechseln.

Für Harald Siegmann steht fest: WIR KÖNNEN DAS BESSER!

Polizeispiegel: Lieber Harald. Herzlich willkommen in der DPolG! Wie wichtig sind für dich Gewerkschaften und Interessenvertretungen?

Harald Siegmann: Ich bin seit Beginn meines Berufslebens, einschließlich meiner Berufsausbildung, in einer Gewerkschaft organisiert. Der Stellenwert von Gewerkschaften und Interessenvertretungen ist wichtig, da durchsetzungsstarke Interessengemeinschaften das A und O für alle Beschäftigten sind!

Polizeispiegel: Seit wann bist du denn schon gewerkschaftlich und personalrätlich aktiv?

Harald Siegmann: Gelernt habe ich einen technischen Beruf, bin aber seit 1998 in der Verwaltung tätig. Meine eigentliche gewerkschaftliche Laufbahn begann erst mit der letzten Bundespolizeireform. Ich bin Tarifbeschäftigter und im Referat 73 beheimatet. Mit der Verlegung meiner Organisationseinheit von Berlin nach Potsdam begann dort der Neuaufbau von gewerkschaftlichen Strukturen und Personalräten. Zu diesem Zeitpunkt entschloss ich mich aktiv mitzuarbeiten und für die Interessen der Beschäftigten in der Bundespolizei aktiv einzutreten.

Bei der Gründung der Kreisgruppe der GdP Potsdam wurde ich als Kassierer in den Vorstand gewählt. Bei den Wahlen zu den Personalräten 2009 wurde ich in den Gesamtpersonalrat des Bundespolizeipräsidiums gewählt. Als stellvertretender Vorsitzender und Gruppensprecher der Tarifbeschäftigten bekleidete ich dieses Amt bis ins Jahr 2014.

Polizeispiegel: Harald, was war der Auslöser für deine Entscheidung zur DPolG zu wechseln?

Harald Siegmann: Bedauerlicherweise gab es in den letzten zwei Jahren einige Vorkommnisse, die mich dazu bewegten, meine früheren Entscheidungen zu überdenken. Im Gesamtpersonalrat und in der gewerkschaftlichen Struktur führten verschiedene Geschehnisse dazu, mir ernsthafte Gedanken über meine Gewerkschaftszugehörigkeit zu machen. Die unzureichende Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen sowie die aktuell stattfindenden Vorkommnisse im Gesamtpersonalrat beim Bundespolizeipräsidium führten letztendlich dazu, Gespräche mit aktiven Mitgliedern der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) zu führen.

Polizeispiegel: Wie bist du von unseren Funktionsträgern in Potsdam aufgenommen worden?

Harald Siegmann: Nicht nur vor Ort, sondern auch überregional traf ich auf sehr viel Verständnis und Entgegenkommen. Ein offenes Ohr für meine Belange und eine persönliche Beratung mit kompetenten Vertretern der DPolG zeigten mir, dass nicht alle Gewerkschaften gleich sind. Der bestehende Zusammenhalt und der sehr kollegiale Umgang untereinander haben mich sehr beeindruckt. Auch die erst kurze Zeit der Mitgliedschaft hat sich als gute Entscheidung herausgestellt. Nach langjähriger Mitgliedschaft in der GdP fiel es mir natürlich nicht leicht, über einen Wechsel nachzudenken. Ausschlaggebend waren letztlich die Vorgänge innerhalb des GPR. Hier stattfindende Winkelzüge zur Abwendung der Abwahl des Vorsitzenden und die damit verbundene Schweigsamkeit der Führung der GdP gaben den letzten Anstoß.

Polizeispiegel: Harald, was würdest du anderen Kolleginnen und Kollegen in der Bundespolizei empfehlen, die ähnlich enttäuscht sind?

Harald Siegmann: Es hat sich gezeigt, dass man von Zeit zu Zeit seine eigenen Entscheidungen auf Aktualität überprüfen und sich auch nicht scheuen sollte, zurückliegende Entscheidungen zu überdenken und zu verändern. Diesen Ratschlag kann ich nur an alle Beschäftigten weitergeben und mit meinem Schritt zum Nachdenken anregen.

 

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  1. Liebe DPolG.
    Da scheint ja richtig was in Bewegung geraten zu sein in Potsdam! Wenn ich das richtig verfolge, ist das ja schon der dritte hochkarätige Funktionsträger, der aus den Reihen der GdP zur DPolG gewechselt ist. Respekt! Ich wusste es ja schon immer – bei meiner DPolG bin ich richtig!

    1. Hallo Einzeldienstler!
      Das hast du völlig richtig beobachtet! Die DPolG ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Warte mal ab, was da noch so kommt…

  2. und bei uns bewegt sich auch was, fast der gesamte dritte zug in der mkü sta ist in der dpolg. eine fachgewerkschaft die uns in der bundespolizei gut tut und auch gut ist.

  3. Hallo,

    auch ich habe mein Kreuz bei der DPOLG gemacht. Ich habe den Eindruck, dass die seit Jahren durch die GDP geführten Pers.-Räte satt sind. So gut wie niemand unter A11 besoldet, hat man die Schäfchen im trockenen und macht selten den Mund auf. Komisch – gespiegelt wäre doch logisch. EDEKA = Massiver Einsatz für die Belegschaft. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit meinem DS-Leiter und zur Unterstützung den Pers.-Rat dabei. Der einzige der argumentierte war ich – Hilfe hatte ich keine!

  4. Hallo Harald,
    willkommen in unseren Reihen!
    Ich freue mich auf Deine kompetente Unterstützung des Tarifbereiches der
    DPolG Bundespolizeigewerkschaft!

    Bundestarifbeauftragter

  5. Wenn ich das richtig beobachtet habe, wollten die alten und die neu hinzugekommenen DPolG-Vertreter im GPR sehr wohl mit den anderen zusammenarbeiten, nur die anderen leider nicht, denn die kleben wohl weiterhin an ihren Freistellungen und scheren sich einen Teufel um Zusamnenarbeit im Sinne der Kollegen.
    K9, wenn Du da an der bornierten Haltung der anderen etwas ändern kannst, wär das echt super!

  6. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen erkennen das die Gewerkschaft der Polizei den Boden zur Basis verloren hat. Es geht nicht darum ein gutes Standing bei der Behörde zu haben sondern die Interessen an der Basis zu vertreten. Hier hat ein echter Personalvertreter den Wechsel vollzogen und es werden bestimmt weitere folgen. Darum DPOLG: „Wir können das besser“

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