DPolG Bundespolizeigewerkschaft im Gespräch mit Präsident Kaping

Präsident Bodo Kaping besuchte den Bezirksverband Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern der DPolG Bundespolizeigewerkschaft in Bad Malente

Kai Dittelbach, Bodo Kaping, Oliver Ehmsen (v.l.n.r.)

Unter dem Motto „Gemeinsam, gestärkt und gesund durch schwierige Zeiten gehen!“ diskutierten alle Hauptvorstandsmitglieder mit dem Präsidenten, über aktuelle Themen und die Zukunft. Fragen wie „Was können wir tun?“, „Was können wir vernachlässigen?“, „Wo sind die Prioritäten zu sehen?“ wurden sehr angeregt erörtert. Unter „gemeinsam“ versteht die DPolG Bundespolizeigewerkschaft nicht nur das Zusammenwirken mit der Behörde und den Dienststellen, sondern nach den Personalratswahlen auch, sich füreinander einsetzen.

Hervorgehoben wurden

  • die sehr hohe Motivation aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei einem hohen Altersdurchschnitt über einen sehr großen Erfahrungsschatz verfügen.
  • die Personalfehlentwicklung der zurückliegenden Jahre, die gegenwärtig noch weitestgehend durch die Erfahrung und das Engagement aller Beschäftigten kompensiert wird.

Als Herausforderung wird, der „Wissenstransfer“ auf junge Beamte gesehen, bevor die erfahrenen Kollegen/-innen in den Ruhestand gehen.

Für noch immer vorhandene selbstgemachte Probleme sollten schnellstens einfache und konstruktive Lösungen gefunden werden. „Der Gedanke, dass aus den Lösungen eventuelle ‚Präzedenzfälle‘ entstehen, hat hier nichts zu suchen“, sagt Kai Dittelbach als neuer Vorsitzender des Bezirksverbandes SH/MV.

Die Politik hat unter dem Druck der Gewerkschaften ca. 7500 Stellen geschaffen. Nun muss man sich ein Bild machen, wo die Bedarfe bestehen. Entscheidungen wurden aber noch nicht getroffen bzw. sind nicht bekannt.

Sehr kritisch ist derzeit die Personalsituation in den Bereichen Pasewalk und Stralsund, die durch hohe Abordnungsraten hervorgerufen wird. Dies führt zu hohen Belastungen der Beamtinnen und Beamten. Daraus resultieren steigende Krankenraten, die verhindert werden müssen. Ziel muss daher sein, die Fläche zu unterstützen. Eine kurzfristige Kompensation könnte nach Auffassung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft der Aufbau von 2 weiteren MKÜ – Zügen für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sein.

Aufgrund der Personalzugänge zur Direktion Flughafen Frankfurt/Main von den Laubahnlehrgängen des mittleren Polizeivollzugsdiensts zum 1. März 2017 scheint aus Sicht der DPolG die Fortsetzung der Abordnungskontingente zum Flughafen nach Frankfurt/Main überflüssig. Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft fordert deshalb die Aufhebung der Abordnungen. Damit werden 40 Kollegen/innen weniger abgeordnet.

Eine Besonderheit der Direktion Bad Bramstedt stellt der Bereich See dar. Im Hinblick auf die Beschaffung der neuen Schiffe muss festgestellt werden, dass der Personalbestand auch in diesem Bereich zu gering ist. Bis zur Fertigstellung der Schiffe muss da nachgeregelt werden, damit die neuen Schiffe nicht an der Kette am Kai verbleiben müssen. Auch die FRONTEX-Einsätze werden in der Zukunft mehr und die Themen Arbeitszeit und Technik werden weiterhin im Fokus stehen. „Junge Leute braucht die See“, kündigte Kai Dittelbach die Forderung nach mehr Personal auch für den Bereich See an.

Noch immer ist die Arbeitszeit bei der Bundespolizei See ein bestimmendes und ungelöstes Thema. In Gesprächen mit dem Bundespolizeipräsidium, sollen Lösungen gefunden werden, um das Nichteinigungsverfahren endlich zu beenden. Ziel soll es sein, eine vernünftige, auf die Belange der Beschäftigten auf See abgestimmte Dienstvereinbarung zu schließen.

Insgesamt war es ein konstruktives und offenes Gespräch. Einigkeit bestand darin, solche Gespräche öfter und auf allen Ebenen zu führen. Das führt zu mehr Verständnis und Gemeinsamkeit genau nach dem Motto:

„Gemeinsam, gestärkt und gesund durch schwierige Zeiten gehen!“

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