Gleichstellung und Gleichbehandlung – Mehr Schein als Sein?

Vom 1. – 3. Februar 2017 fand ein Seminar der Bundesgleichstellungskommission der DPolG Bundespolizeigewerkschaft statt. Insgesamt nahmen 13 Frauen, aus der ganzen Bundesrepublik am Seminar teil. Unter dem Motto: „Konsequenzen gesellschaftspolitischer Veränderungen in der Polizei“ wurde rege diskutiert.

Unter anderem suchte die Kommission nach Antworten auf die Fragen „Wird Gleichberechtigung in der Bundespolizei angewendet und gelebt? Was bringt die gesetzliche Frauenquote im öffentlichen Dienst?“

Frauen sind im Polizeiberuf nicht mehr wegzudenken. Gleichwohl gibt es offensichtlich Ungleichbehandlungen, deren Gründe vielschichtig sind. In der Regel werden Frauen, die beispielsweise für ihre Kinder da sein wollen und deshalb in Teilzeit Dienst versehen, schlechter beurteilt, als Vollzeitkräfte. Das trifft – und auch das stellte die Kommission fest – auch für Männer in Teilzeit zu. Zudem werden die Hürden für Telearbeit und familienbedingte Auszeiten immer noch zu hoch gehängt und scheinen bei der Bundespolizei nicht gewünscht. Die Kommission appelliert an die Erstbeurteiler, die Leistungen der Teilzeitbeschäftigten nicht an der Anzahl der Arbeitsstunden je Woche zu beurteilen, sondern an der in dieser Zeit abgegebenen Leistung. Dann werden auch mehr Frauen und teilzeitbeschäftigte Männer in Führungsfunktionen der Bundespolizei anzutreffen sein.

In anderen Zweigen der Bundesverwaltung ist es durchweg üblich, dass Führungsfunktionen in Teilzeit wahrgenommen werden. Familie und Beruf sind machbar, aber in der Bundespolizei leider noch nicht auf dem Stand, wie es das Logo auf dem Briefkopf der Bundespolizei suggeriert!

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