Klassenunterschiede bei den Polizeifachlehrern beenden!

© Paul-Georg Meister / pixelio.de

Korrektur der Dienstpostenabsenkung bei den Polizeifachlehrern seit Jahren überfällig.
Gute, anspruchsvolle Arbeit muss auch entsprechend besoldet werden.

2007 Absenkung der Bewertung Fachlehrer von A 11-13 auf A 10-12

Mit der BPOL-Reform 2007 wurde die Funktion der Fachlehrer neu bewertet und differenziert. Während vorher die Bewertung durchgängig A 11-13g war, wurden pro AFZ bei 41 Fachlehrern die Stellen auf A 10-12 abgesenkt und lediglich 12 Fachlehrerplanstellen sind heute noch mit A 11-13g bewertet. Damit wurden ohne Grund Fachlehrer Erster und Zweiter Klasse geschaffen.

Gleichzeitige Anhebung der Bewertung DGL/stellv. DGL von A 11-12 auf A 11-13

Durch die Maßnahmen sollte damals das „Rotationsprinzip zwischen Lehre und Praxis im Bereich der Aus- und Fortbildung“ gefördert werden. Das Gegenteil ist aber nun der Fall, da die Bewertung aller DGL und stellv. DGL inzwischen auf A 11-13g angehoben wurde. Zwar waren diese Anhebungen absolut sachgerecht und auch von der DPolG gefordert, aber durch die Absenkung bei den Fachlehrern wurde eine Rotation von der „Praxis in die Lehre“ unattraktiv.

Anspruch und Wirklichkeit

In der Aus- und Fortbildung werden vorrangig lebens- und berufserfahrene Kolleginnen und Kollegen gebraucht. Da würden sich erfahrene DGL und stellv. DGL geradezu anbieten. Aber, wer wechselt schon aus der Praxis des Einzeldienstes in die Aus- und Fortbildung, wenn die dortigen Fachlehrerstellen überwiegend schlechter bewertet sind?
Die Absenkung muss unverzüglich rückgängig gemacht werden. Die Schlechterstellung eines großen Teils der Fachlehrer war und ist ein Schlag in`s Gesicht der Kolleginnen und Kollegen in der Aus- und Fortbildung, die Tag für Tag gute und schwierige Arbeit leisten und dabei auch noch einen Erziehungsauftrag haben. Die Polizeifachlehrerstellen müssen deshalb wieder einheitlich mit A 11-13g unterlegt werden, um die völlig unbegründete „Zweiklassengesellschaft“ in diesem Bereich zu beenden und die Aus- und Fortbildungsorganisation zu stärken.

Sachgerechte Höherbewertung – wenn nicht jetzt, wann dann?

Die Anforderungen in der Aus- und Fortbildung werden immer anspruchsvoller. Die Einstellungszahlen steigen stark und die Organisation hat Probleme, ausreichend zusätzliches Ausbildungspersonal zu gewinnen und zu qualifizieren. Diese Probleme können nur mit hoch motiviertem Personal gelöst werden. Die Rückgängigmachung der Absenkung der Planstellenbewertung im Bereich der Fachlehrer ist daher notwendig, um die Motivation zu erhöhen und es wieder attraktiv zu machen, von der Praxis in die Aus-/Fortbildung zu wechseln.

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  1. Nehmt euch bitte einmal den Ungereimtheiten bei der Beförderung an. Wenn jemand eine B1 hat und da befördert wird kann es doch nicht sein das man hier dann 20 oder noch mehr an Leistungsmerkmalen braucht. Das passt doch alles nicht.

  2. Hm, ich gehe absolut konform aber es ist ein schwieriges Thema. Was macht man denn mit den eingeschränkten die oftmals den Laden am Laufen halten. Hier wäre wenigstens legitim das diese Ihr Endamt 11 erreichen. Selbst das steht ja oft in den Sternen.

  3. Liebe DPOLG das kann nur der Anfang sein! Die Anhebung der Dienstposten im Ermittlungsdienst und im operativem Bereich waren gerechtfertigt und bieten einer Vielzahl von Kollegen eine bessere Beförderungsperspektive. Die Hebungen der Dienstposten muss flächendeckend erfolgen, neben der beschriebenen Zweiklassengesellschaft im Fachlehrerbereich, sind die Stabsverwendungen bei den vergangenen Stellenhebungen überhaupt nicht berücksichtigt worden. Schluss mit dieser Ungerechtigkeit. Auch im Bereich der Stabsverwendungen, ob auf Inspektion,- Direktions- oder Präsidiumsebene ist eine Hebung der Bewertung, bspw. analog zum DGL oder stellv. DGL von A12 zu A13 längst überfällig.

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