Guck mal, wer DA kommt! DPolG – Forderung endlich umgesetzt

 – 10 Jahre Warten haben ein Ende…

© Bundespolizeipräsidium

Dem Intranet der Bundespolizei konnten wir entnehmen, dass der Präsident der Bundespolizei den ersten elektronischen Dienstausweis der Bundespolizei erhalten hat. Damit setzt die Bundespolizei nicht nur eine langjährige und ständig wiederholte Forderung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft um, sondern erfüllt auch die Vorgaben der „Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum elektronischen Dienstausweis vom 7. Mai 2008″. Das ist nun immerhin fast 10 Jahre her!
Zunächst sollen die neuen Dienstausweise im Scheckkartenformat in einem Pilotprojekt in Potsdam beim Bundespolizeipräsidium erprobt werden. Es wird seine Gründe haben, warum das Bundespolizeipräsidium in diesem Fall Pilotdienststelle ist, da es sich ja in der Vergangenheit – wie bei der Einführung von CITRIX eher zögerlich verhielt.
Entsprechend der oben genannten Verwaltungsvorschrift soll der neue Ausweis auch gleich mehrere Funktionen erfüllen. Der Dienstausweis enthält nämlich einen kontaktlosen Speicherchip und einen kontaktbehafteten Mikroprozessorchip. Der kontaktlose Chip ermöglicht Anwendungen wie z.B. Zeiterfassung und Zutrittskontrolle; der kontaktbehaftete Chip ermöglicht z.B. kryptographische Anwendungen.
Die zum Teil arg zerfledderten Dienstausweise sollen im Anschluss an die – wie es im Intranet heißt – „mehrmonatige Pilotierung“ sukzessive gegen die neuen Dienstausweise ausgetauscht werden. Es werden zwei unterschiedliche Dienstausweise für „Polizeivollzugsbeamte“ und für solche Mitarbeiter, „die nicht nur temporär bei der Bundespolizei beschäftigt sind“, erhalten.
Trotz der eigentlich unvorstellbar langen Entwicklungsdauer für einen Ausweis, der in anderen Behörden und selbst im BMI seit langem Standard ist, ist die DPolG Bundespolizeigewerkschaft erfreut darüber, dass die Einführung des Ausweises nun endlich begonnen hat und die oftmals zur Bekämpfung von Pass- und Ausweisfälschungen eingesetzten Bundespolizisten sich künftig nicht mehr dem Spott aussetzen müssen, dass ihr antiker Dienstausweis nur deshalb so fälschungssicher sei, weil heute kein Fälscher mehr weiß, wie man mit Papierfotos und Ösen umgeht.

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  1. Das freut mich. Dann dauert es ja nur noch weitere 10 Jahre bis der Ausweis die alten Ausweise beim Zoll ablöst.

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