Forderung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft: Entlastungsgürtel wird in der Bundespolizei getestet!

Petra Behrens, stellv. Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksverbandes SH/MV der DPolG Bundespolizeigewerkschaft

Forderung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft geht in die 1. Phase!
Sogenannter Entlastungsgürtel wird in der Bundespolizei getestet!

Die Forderung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft vom 17. April 2016 nach der Beschaffung des sogenannten Entlastungsgürtels, wie sie beispielsweise bei der Landespolizei Schleswig- Holstein bereits genutzt werden, kann in die 1. Phase eintreten. Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Kiel dürfen nun die ersten 20 Entlastungsgürtel für einen Trageversuch beschafft werden.

Nachdem sich die Beschwerden von vielen meist weiblichen Beschäftigten in der Bundespolizeiinspektion Kiel häuften und es teilweise bereits zu massiven gesundheitlichen Beschwerden durch das Tragen des „vollbepackten“ Einsatzgürtels insbesondere am Hüftknochen gekommen ist, machte sich die Stellv. Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksverbandes SH/MV der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, Petra Behrens, daran, Wege und Möglichkeiten zu finden, um hier schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen.

Auch wenn die Problematik nicht neu war, gab es bis dahin keine vernünftigen bzw. hilfreichen Lösungen! Es ging sogar bereits soweit, dass Beinholster über ärztliche Atteste besorgt wurden. Selbst Fragen zur Polizeidienstfähigkeit wurden in diesem Zusammenhang aufgeworfen.

(Foto aus unserem Beitrag vom April 2016)

Es gab natürlich auch weitere „kreative“ Lösungen wie z.B.:

  • Bei jeder Gelegenheit den Gürtel abschnallen
  • Einsatzmittel anders am Körper verteilen (Seitentasche, Klett an der Weste u.ä.)

Diese Vorschläge waren in der Praxis jedoch nicht hilfreich und teilweise nicht umsetzbar.

Der Weg zu diesem Trageversuch gestaltete sich jedoch äußerst schwierig.

Erste Versuche, Lösungen über das Behördliche Gesundheitsmanagement, über den Bereich Polizeitechnik und dem Ideenmanagement herbeizuführen, liefen aus verschiedenen Gründen ins Leere.

Erst der Weg über den Örtlichen Personalrat der Bundespolizeiinspektion Kiel unter Einbeziehung und Unterstützung der Inspektionsleiterin der BPOLI KI, und der gleichzeitigen beharrlichen Forderung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft im BPOLP in Potsdam brachten den Stein nun offensichtlich ins Rollen.

Mit der ehrlichen und leidenschaftlichen Vorführung einer betroffenen Kollegin konnte eindrucksvoll und nachhaltig die Problematik des Einsatzgürtels und die „Wirkung“ des Entlastungsgürtels aufgezeigt werden.

Eine weitere Vorführung fand im Beisein des Arbeitsmedizinischen Dienstes, der Beschaffung und des Arbeitsschutzes in der BPOLD BBS statt.
„Wir möchten an dieser Stelle allen Unterstützern, insbesondere der Inspektionsleiterin der BPOLI KI, Frau PD´in Eileen Lensch, den Verantwortlichen in der BPOLD und dem BPOLP für diese gute Entscheidung danken“, so Petra Behrens.

Gleichzeitig möchten wir auch darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Problematik offensichtlich nicht um ein Einzelproblem und auch nicht nur um ein „Frauenphänomen“ handelt, sondern vielmehr auch Männer gleichermaßen von solchen Beschwerden betroffen sind.
Wir hoffen nun, dass die Erprobung schnellstmöglich zu guten und eindeutigen Ergebnissen führt, damit auch anderen Betroffenen zügig geholfen werden kann!

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  1. Warum werden eigentlich keine Beinholster zum Dienstanzug zugelassen und das man sie dann entsprechend nach eigenen Wohlbefinden tragen darf? Das Land NRW ist da auch schon einen Schritt weiter, Saarland glaube auch.

    1. Ich finde die Bupol sollte bei den Einstellungsvoraussetzungen nicht nur auf die Mindestgröße ein Augenmerk legen. Wer heutzutage Polizist werden möchte sollte auch mindestens eine untersetzte Figur bieten. Ein schlanker Kollege wird in 2-3 Jahren seine Einsatzmittel nicht vollständig am Koppel Tragen können. (:-
      Wie schön waren die Zeiten, als man noch nur mit der P6 Streife ging.

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