Gesprächsmarathon bei der Deutschen Bundesbank

© Foto: Bundesbank/VdB

vlnr: Reiner Bauer (OV-Vors.), Harald Bauer (VdB-BuVo), Ernst G. Walter, Präsident Joachim Moritz, Wilhelm Lipp (Bundesbank), Lutz Supplitt (VdB), Detlef Seufert (VdB + PR-Vors.), Klaus Spiekermann, Matthias Herrmann (VdB), EPHK Uwe Rohland.

Einen Tag lang war der Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter zu Gast bei der Deutschen Bundesbank. Dabei besichtigte er nicht nur die im Vergleich zu anderen Dienststellen der Bundespolizei wirklich sehr gut ausgestattete BPOLI Deutsche Bundesbank, die ihm vom stellv. Inspektionsleiter EPHK Uwe Rohland mit ihren sehr speziellen Aufgaben professionell vorgestellt wurde, sondern er nutzte die Gelegenheit auch zu Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen sowie zu einem intensiven Meinungsaustausch mit dem Präsidenten Joachim Moritz, der dazu eigens von der BPOLD aus Koblenz angereist war.

Themenschwerpunkte dabei waren die Priorisierung der Aufgaben und die Schaffung eines Kräftesteuerungssystems bei der BPOLD Koblenz, sowie die Überlastung der BPOLI Frankfurt/Main und die daraus rekrutierende personelle Unterstützung durch andere Dienststellen, die hierdurch wiederum eigene Personalengpässe verkraften müssen. Wie in anderen Bundespolizeidirektionen bestätigte sich für Walter auch hier im Gespräch mit Präsident Moritz, dass in der Bundespolizei derzeit „das Hemd einfach überall zu kurz ist“ und es nach wie vor überall einen eklatanten Personalmangel zu beklagen gibt. Beide waren sich einig darüber, dass die Durststrecke der nächsten Jahre, in denen die zusätzlichen Polizeianwärter erst ausgebildet werden müssen, am ehesten durch Entlastung von administrativen Aufgaben mittels zusätzlich einzustellender Tarifkräfte bewältigt werden könnte.

Auf Einladung des Bundesvorsitzenden der VdB-Bundesbankgewerkschaft Harald Bauer fand im Anschluss eine große gemeinsame Gesprächsrunde der Vertreter der beiden befreundeten dbb-Gewerkschaften mit dem Zentralbereichsleiter der Bundesbank Wilhelm Lipp statt, der die Gäste in Vertretung des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann herzlich begrüßte.

Ernst Walter und Harald Bauer kennen sich seit Jahren aus der gemeinsamen Arbeit im dbb u.a. aus der Gruppe der Bundesbeamtengewerkschaften, die sich erst kürzlich mit einem Beschluss deutlich hinter die Kandidatur Walters für das Amt des dbb-Bundesvorsitzenden gestellt haben. So diente das Zusammentreffen mit Mitgliedern des VdB-Bundesvorstands auch als Vorstellung des „Kandidaten Walter“.

Beim gemeinsamen Mittagessen standen berufspolitische Themen im Vordergrund. Die Vertreter von DPolG und VdB diskutierten mit der Hausleitung der Bundesbank u.a. verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, erleichterte Laufbahnwechsel und die Anwendung des § 27 BLV, der bei der Deutschen Bundesbank seit Jahren üblich ist, um qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern berufliche Perspektiven und Karrierechancen zu eröffnen. Walter ist davon überzeugt, dass gerade auch die Bundespolizei diese Möglichkeit mittelfristig nutzen muss, um die Attraktivität des Polizeiberufs zu erhöhen und das umfangreiche Wissen erfahrener, leistungsstarker Kolleginnen und Kollegen zu nutzen, was einen unschätzbaren Gewinn für die Gesamtorganisation in den gehobenen und höheren Funktionen bedeuten würde.

© Foto: Jens-Oliver Grimm

Ernst G. Walter und Klaus Spiekermann gratulieren Uwe Rohland zum 40jährigen Gewerkschaftsjubiläum

Ja, und dann hatte Walter noch eine besonders schöne Aufgabe zu vollziehen, nämlich dem stellvertretenden Inspektionsleiter Uwe Rohland zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum zu gratulieren und ihm zugleich für 40 Jahre Mitgliedschaft in der DPolG Bundespolizeigewerkschaft zu danken. Dazu überreichte er ihm gemeinsam mit dem Bezirksverbandsvorsitzenden Klaus Spiekermann einen Präsentkorb.

Zum Abschluss des Tages fand ein gemeinsamer Besuch im neu eröffneten Geldmuseum der Bundesbank statt, welcher jedem, der in Frankfurt mal ein paar Stunden Zeit übrig hat, nur wärmstens empfohlen werden kann. Hier gibt es hoch interessante Informationen zu allen Fragen rund ums Geld, wobei man für den Eintritt in das Museum übrigens gar kein Geld braucht, denn der Eintritt ist frei.

 

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