Belastung in der Bundespolizei

burnout_200DPolG startet Plakataktion zur „Beerlage Studie“

Die so genannte Beerlage Studie hat die hoch belastete Situation für die Beschäftigten in der Bundespolizei klar aufgezeigt. Die Studie der Hochschule Magdeburg – Stendal ist wissenschaftlich belegt und repräsentativ. Sie ist frei von jedem gewerkschaftlichen Klienteldenken weil der Auftraggeber das BMI selber ist.

Jetzt steht fest: Zum Schutz vor Erkrankungen und körperlicher Erschöpfung der Beschäftigten in der Bundespolizei besteht dringender Handlungsbedarf. Nicht nur zum selbstverständlichen Schutz der Beschäftigten sondern auch zur Erfüllung der bundespolizeilichen Aufgaben!

Über 25 % der repräsentativ Befragten in der Bundespolizei zeigten 2008 deutliche Symptome eines Burnouts und über zwei Drittel der Beschäftigten fehlt es an der Verbundenheit zur Organisation. Ein Ergebnis, das im Vergleich zu anderen Behörden deutlich negativ abweicht.

BMI, das Bundespolizeipräsidium aber auch alle weiteren Dienststellen in der Bundespolizei und die Beschäftigten selber sind aufgefordert sich ernsthaft mit der Problematik auseinander zusetzen.

Plakat soll Anschub bei der Problembehandlung geben

Mit dem von der DPolG erstellten Plakat wollen wir zu aller erst einen Motivationsschub in die Bundespolizei erzeugen, sich auf ganzer Breite mit dem Ergebnis der Studie zu beschäftigen. In einem weiteren Schritt wünschen wir uns, dass in aller Offenheit gemeinsam die Belastungssymptome erkannt und benannt werden. Gemeinsam geht es darum, der augenblicklichen Situation in der Bundespolizei zu begegnen und so das Wohlbefinden im täglichen Dienst wieder deutlich zu fördern.

Die Leitung der Bundespolizei steht in der Verantwortung aber in fast jeder Dienststelle gibt es Talente, die hohe kommunikative Kompetenzen aufweisen und gute Ideen haben. Die Einbindung solcher Kolleginnen oder Kollegen in Arbeitsgruppen ist dienlich, die Belastungssituation in der Dienststelle zu reduzieren.

Keine weiteren wissenschaftlichen Studien erforderlich

„Die Bundespolizei benötigt keine weiteren wissenschaftlichen Befragungen anderer Organisationen. Diese belasten die Beschäftigten nur zusätzlich. Das Ergebnis der Beerlage Studie reicht völlig aus, die Situation in der Bundespolizei zu analysieren. Wir müssen uns vielmehr jetzt alle damit beschäftigen, dort wo es notwendig ist umzulenken und für eine Besserung zu sorgen. Mit unserem Plakat machen wir darauf aufmerksam, dass der Ansatz breit erfolgen muss. Es kommt auf den ernsten Willen, die Akzeptanz und den offenen fairen Umgang aller Beteiligten miteinander an. Für die hohe Qualität der Arbeit der Bundespolizei steht das Wohlbefinden der Beschäftigten an erster Stelle. Die DPolG sieht es für sich als eine gewerkschaftliche Schwerpunktaufgabe an, konstruktiv daran mitzuwirken dieses Wohlbefinden in der Bundespolizei wieder zu fördern“, so der Vorsitzende der DPolG, Fachverband Bundespolizei, Hans-Joachim Zastrow.

Weitere Informationen im Plakat sowie dem Einzelergebnis der Beerlage-Studie

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