Familie und Beruf – Es gibt noch viel zu tun

Frauen Fulda 2 2015-2 kleinBereits zum 5. Mal waren die Gleichstellungsbeauftragten der Bezirksverbände der DPolG Bundespolizeigewerkschaft zur Bundesfrauenkonferenz eingeladen. In Fulda erörterten sie aktuellen Themen, welche in der Bundespolizei für Gesprächsstoff sorgen:

Eindeutig besteht großer Regelungsbedarf in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Insgesamt stellten die Teilnehmerinnen fest, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mittlerweile in der Gesellschaft als wichtiges Thema angesehen und auch in „höheren Etagen“ rege diskutiert wird. Es werden Arbeitsgruppen/Aufträge erteilt, um Maßnahmen zu entwickeln, die diesem Thema gerecht werden und Zertifikate zieren den offiziellen Briefkopf.

Leider zeigt die Praxis, dass diese Maßnahmen jedoch nicht umgesetzt werden.

Als Beispiel ist hier die Teilzeitarbeit zu nennen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Mitarbeitern/innen die Arbeitszeit so zu gestalten, dass Familie und Beruf zu vereinbaren sind. Allerdings werden Kollegen/innen mit Familienpflichten, mit verkürzter Arbeitszeit/umgestelltem Dienstplan seltsamerweise immer schlechter beurteilt, als Vollzeitkräfte. Dies schlägt sich dann auch negativ auf die Beförderungen nieder. Dass sich Teilzeitdienst auch bei späteren Pensionszahlungen auswirkt, ist an dieser Stelle nochmal angemerkt.
Die Vorsitzende der dbb Bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer stellte ernüchtert fest:
„Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem!“ Die Bundesfrauenkonferenz untermauert dieses Statement: „Erst wenn Teilzeitdienst in Verbindung mit Leistung in vollem Umfang anerkannt wird, ist die Bundespolizei auf dem richtigen Weg!“

Ein weiteres Thema der Bundesfrauenkommission war die für 2016 terminierte Wahl der Bundesgleichstellungsbeauftragten in den Bundespolizeidirektionen. Im Jahr 2017 stehen dann die Wahlen zur Gleichstellungsbeauftragten erneut an.

„Angesichts der zurückliegenden Erfolge und des dargelegten Engagements in den Ämtern, sind die Beschäftigten bei unseren Gleichstellungsbeauftragten hervorragend aufgehoben“, sagt die Bundesgleichstellungsbeauftrage der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Gabriele Gärthöffner.

Für 2016 ist eine erneute Frauenkonferenz geplant. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, kann sich gerne bei der DPolG Bundespolizeigewerkschaft oder bei der Bundesgleichstellungsbeauftragten der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Gabriele Garthöffner melden. „Wir suchen ständig engagierte Kolleginnen, denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, so Gabriele Gärthöffner. Zugleich sichert sie allen Kandidatinnen eine umfassende Unterstützung bei den Wahlen und der Wahrnehmung der Aufgabe zu!

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