Verbesserungen im Personalentwicklungskonzept (PEK) – Das reicht uns nicht!

(Bildquelle: Timo Reckmann / pixelio.de)© Timo Reckmann / pixelio.de

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Mit großer Hoffnung hatten wir im März den Initiativantrag im Bundespolizeihauptpersonalrat (BHPR) zur Streichung der Ziffer 9 im PEK vorangetrieben und die Abschaffung der Verwendungsgrundsätze zum PEK in Ziffer 9.1.2.3 gefordert, um zu retten, was zu retten war.

Als Antwort auf den Initiativantrag des BHPR hat das BMI, übrigens ohne vorherige Rücksprache mit Vertretern der DPolG, am 14. Dezember 2016 nun eine Änderungsfassung hierzu vorgelegt.

Nun das wenig überzeugende Ergebnis:
Die Ziffer 9.1.2.3. wurde nicht gestrichen, sondern lediglich wurden die Verwendungsbereiche breiter gefächert, so dass die notwendigen Verwendungen künftig einfacher erreicht werden können. An den grundsätzlichen Voraussetzungen und an der jeweiligen Verweildauer hat sich jedoch nichts geändert.

Trotz der jetzt vorgenommenen Veränderungen erfüllt auch dieses geänderte PEK nicht ansatzweise unsere Mindestanforderungen an ein „echtes“ Personalentwicklungskonzept.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft lehnt dieses unserer Auffassung nach eher als PE(V)K (Personalentwicklungsverhinderungskonzept) zu bezeichnende Gesamtwerk deshalb auch in der geänderten Fassung weiterhin ab, fordert den kompletten Abbau aller darin enthaltenden Entwicklungshemmnisse und verweist auf die bestehenden Mindestanforderungen der DPolG!

Wir sind der Meinung:
Selbst wenn eine Personalvertretung offensichtlich keine Versagungsgründe findet, um ein solches Konzept abzulehnen, muss man sich nicht zum Handlanger des Dienstherrn machen lassen und diesem Bürokratiemonster auch noch öffentlich „uniform“ zustimmen.

Diejenigen, die das PEK von Anfang an auch in der völlig inakzeptablen Ausgangsversion mitgetragen haben und sich jetzt als Retter und Reformer feiern, wollen in Wahrheit nur von ihrer eigenen eklatanten Fehleinschätzung ablenken und streuen den Kolleginnen und Kollegen jetzt kräftig Sand in die Augen!
Wir sind uns aber sehr sicher, dass die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei dieses Spiel durchschauen und sich nicht blenden lassen! Schließlich werden sie erneut die unsinnigen Konsequenzen tragen, indem sie ihre Funktionen verlassen und rotieren müssen.

 

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