„Horrorszenarien, wie in der Silvesternacht in Köln passiert, dürfen sich nicht wiederholen!

Gabriele Gärthöffner, Bundesgleichstellungsbeauftragte der DPolG Bundespolizeigewerkschaft

Gabriele Gärthöffner, Bundesgleichstellungsbeauftragte der DPolG Bundespolizeigewerkschaft

Sexuelle Übergriffe, Körperverletzungen und Raub gegen Frauen sind eine Missachtung der freiheitlich demokratischen Grundordnung, Werte die für Freiheit und Gleichheit stehen.

Die wichtigsten Güter, für die Europa und besonders Deutschland steht, wurden hier massiv mit Füßen getreten.

Bis jetzt sind ca. 90 Strafanzeigen eingegangen. Die Dunkelziffer der Taten wird nicht zu ermitteln sein. Es ist bekannt, dass bei sexuellen Übergriffen die Scham und die Seele verletzt werden und viele Opfer solche Erlebnisse verdrängen und schweigen.Trotzdem appelliert die DPolG Bundespolizeigewerkschaft an alle Betroffenen, Strafanzeige zu erstatten, um somit möglichst viele Täter zu ermitteln, und sie zur Verantwortung zu ziehen.

Die aus Massenansammlungen heraus agierenden Straftäter sind sich ihrer Anonymität anscheinend so sicher, dass sie ohne Grenzen mit Brutalität und Aggressivität vorgingen. Diese schweren Straftaten lassen sich durch nichts entschuldigen, schon gar nicht durch Alkoholkonsum. Die Täter müssen ermittelt und bestraft werden, so dass sie wissen, dass man sich in Deutschland an die Regeln halten muss.

Die Stimmung im Land wird angespannter, es ist nicht nur der Vorfall in Köln, auch Hamburg und andere Städte erleben vermehrt brutale Ausschreitungen gegen Frauen.Sind die Frauen ausreichend geschützt, auch die Alleinstehenden in den Flüchtlingsunterkünften, die sich nicht wehren können?

Es darf nicht zur Normalität werden, dass Frauen mit Angst leben. Weder auf der offenen Straße noch Zuhause.  Es müssen intakte Videosysteme in allen Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen installiert werden, es müssen Sicherheits- und Ordnungsdienste Präsenz zeigen. Dazu brauchen die Polizeien in Bund und Ländern kurzfristig mehr Personal. Deshalb müssen Polizeibeamte der Bundes- und der Länderpolizeien sofort von allen polizeifremden und rein administrativen Aufgaben wirksam entlastet werden!

Die Politik ist gefordert, jetzt ganz schnell zu handeln!

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