Ist der Bundesbereitschaftspolizist ein Patient zweiter Klasse?

BPol-Versichertenkarte

Versichertenkarte © Bundespolizei

DPolG fordert Heilfürsorgekarte für die Angehörige der Bundespolizeiabteilungen.

Die ärztliche Versorgung der Angehörige der Bundespolizeiabteilungen erfolgt in der Regel durch die bei den Bundespolizeiabteilungen ansässigen polizeiärztlichen Dienste oder Vertragsärztinnen/Vertragsärzte, so zumindest die Theorie!

Die Praxis sieht oft anders aus.

In so mancher Bundespolizeiabteilung sind die Ärztin/ der Arzt des polizeiärztlichen Dienstes selten zu Gast. Durch eine Vielzahl von Fremdverwendungen und die angespannte Einsatzlage der Ärzteschaft des polizeiärztlichen Dienstes wird die ärztliche Versorgung innerhalb der Bundesbereitschaftspolizei immer angespannter.

Die für diesen Fall vorgesehene temporäre Versorgung durch Vertragsärztinnen/Vertragsärzte

entpuppt sich als nicht geeignete Alternative.

Mangels einer adäquaten Entlohnung finden sich vielfach einfach keine

Vertragsärztinnen/Vertragsärzte, die stundenweise „Sprechstunden“ in den Abteilungen anbieten wollen oder können.

So kommt es zu einem regelrechten Ärztehopping in der Kollegenschaft. Eine vertrauensvolle ärztliche Bindung, die sich die Beschäftigten wünschen, kommt so bedauerlicherweise nicht zu Stande.

Bei akuten Erkrankungen treffen die Beschäftigten beim Besuch von Arztpraxen mangels vorhandener Heilfürsorgekarte bzw. ausgestellter Überweisung immer öfter auf Unverständnis. Debatten über das Abrechnungsverfahren mit den Arzthelferinnen sind Realität.

Daher fordert der DPolG Bezirksverband Bundesbereitschaftspolizei den Kreis der allgemeinen Heilfürsorgekarten-Berechtigten auf die Angehörigen der Bundespolizeiabteilungen aus zu weiten.

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© DPolG Bundespolizeigewerkschaft