Entlastungsgürtel auch für die Bundespolizei

EntlastungsgürtelNach etlichen Beschwerden, vor allem von Kolleginnen, welche über Schwierigkeiten mit dem Gewicht des vollbepackten Einsatzgürtels berichteten, fordern wir einen sogenannten „Entlastungsgürtel“ auch für die Bundespolizei.

Der Einsatzgürtel, mit welchem die Bundespolizisten/innen ausgestattet sind, drückt mit seinem nicht ganz unerheblichen Gewicht und zusammen mit der Schutzweste so heftig auf die Hüftknochen, dass auf Dauer Schmerzen und blaue Flecken verursacht werden.

Bei der Landespolizei Schleswig-Holstein gibt es einen sogenannten „Entlastungsgürtel“. Dieser wird zwischen Einsatzgürtel und Klettgürtel getragen. Der Entlastungsgürtel ist breiter als der Einsatzgürtel, somit kann der Einsatzgürtel tiefer getragen werden, was eine bequemere Trageweise nach sich zieht.

Kolleginnen der DPolG Bundespolizeigewerkschafts stehen gerne für einen Trageversuch zur Verfügung.

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7 Kommentare

  1. Super Forderung!!! Das scheint wirklich kein Einzelproblem zu sein und bedarf dringender Abhilfe! Übrigens sollen nicht nur Frauen betroffen sein. Sollte es bei der Bundespolizei keinen vergleichbaren Entlastungsgürtel geben, muss hier m.E. unverzüglich reagiert werden.

  2. Also ich hab so ein Teil und finde es perfekt…. klar hat es auch ein zwei Nachteile aber die Vorteile überwiegen….aber ich finde das sollte jeder für sich selbst herausfinden und entscheiden….es gibt ja Kollegen die gerne auf ein zwei FEM verzichten und wie ein Frisör los ziehen, die empfinden sicher anders….von daher von mir bekommt der Gürtel eine 1+…und wer es nicht brauch, der kann es super im Schrank verschwinden lassen…
    1. Nachteil du kannst es nicht mit dem Untergürtel verbinden
    2. Wenn alles verbaut ist was du am Gürtel brauchst dauert es etwas wenn es mal wieder ab muss…
    Das war es aus meiner Sicht eigentlich schon….

    Meiner ist ein Tasmanian Tiger Warrior Belt MK II mit Hosenträger die man problemlos entfernen kann (Nachfolgemodell ist der Tasmanian Tiger Warrior Belt MK III)

  3. Ich oute mich mal. Als männlicher PVB, Modell „lang und dürr“, wenig bis gar kein Isolationsmaterial auf der Hüfte, entstehen mittelfristig schmerzhafte Druckstellen. Es ist auszuhalten, ich will nicht jammern. Aber wenn mit so einem Teil Abhilfe geschaffen werden kann – warum nicht?
    Auch wenn die Kombination Oberschenkelholster + Adapter für Pfeffer und Stock zum Tragen an der Weste (gibt’s beispielsweise in Karlsruhe) vermutlich die einfachere Lösung wäre…
    Danke fürs Mitdenken und weiter so!

  4. Vielleicht eine sinnvolle Sache…aber ich denke, dass das Oberschenkelholster die Hüfte mehr entlasten würde. Außerdem könnte mit Kletttaschen einiges an FEM an der Schutzweste deponiert werden.

    1. Hallo, ich bin Bundespolizist aus Bayern.
      Ich bin absolut dafür das wir auch mit dem Teil ausgestattet werden, denn obwohl ich relativ robust und sportlich gebaut bin, spüre ich nach Dienstschluss die Erleichterung wenn ich die Koppel ablege!Auch ich habe einige male Flecken und teilweise Scheuerwunden davongetragen, wenn mal wieder Überstunden fällig waren…
      Ich schließe mich dem Vorredner an, man könnte mit Leichtigkeit einiges an Ausrüstung an der Weste montieren und ein Oberschenkelholster ist wesentlich angenehmer zu tragen und die fast 1 kg schwere P30 zu führen, andere Möglichkeit wäre, das Holster ( in dem Fall wäre ein Blackhawk Level I empfehlenswert ) wie beim Militär an der Weste anzubringen, das Ziehen der Waffe ginge mindestens genauso schnell von statten wie aus dem Hüftholster…Aber das bleibt eine Utopie.

  5. Hallo, bin ein Kollege aus Thüringen Landespolizei. Habe seit über einem Jahr Probleme im Hüftbereich wegen der Waffe in Verbindung mit unseren Streifenwagen (VW Touran) Gurtschloss ist zu hoch angebracht und nochmals umbaut. Es drückt ständig auf das Holster. Bin seit dem im Krankenstand. Alle Varianten wieder anzufangen scheiterten. Auch die Verwendung eines Oberschenkelholsters brachten keine Verbesserung, da das Koppel nach unter zieht und dann nicht das Holster auf den Hüftknochen drückt sondern das Koppel. Ich könnte mir vorstellen dass der Entlastungsgürtel schon was bringen könnte. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass der Einsatzgürtel an sich nicht das Problem ist. Wir haben die neuen Holster und EKA usw. schon ein paar Jahre und es gab nie Probleme. Erst mit dem Sparkurs der Dienstfahrzeuge haben die Probleme angefangen. Wir hatten in der Vergangenheit in einer Stadt-PI natürlich kleinere Streifenwagen, aber da wir auch Autobahnbetreuung hatten, auch BMW 5 Reihe, VW Passat u.ä. Selbst bei der Mercedes c Klasse gab es keine Probleme, da das Fahrzeug über eine sehr umfangreiche und optimale Sitzverstellung verfügte. Aber Jetzt VW Touran (Standardausführung für Familien oder alte Leute – keinerlei Polizeispezifika) oder Opel Zafira (nicht so viel anders) Die deutsche Polizei übernimmt immer mehr Ausrüstung (persönliche Ausstattung die ständig zu tragen ist!!!) die in den USA entwickelt wird und auch sehr gut ist. Was allerdings nicht bedacht wird bei dieser Problematik, dass man in den USA und auch anderen Ländern dieser Welt, wesentlich größere und komfortablere Streifenwagen fährt als in Deutschland. Und genau dass geht an die Gesundheit. Habe noch eine kleine Frage. Ich habe wegen meiner Krankengeschichte einen Antrag auf Dienstunfall gestellt. Der wurde natürlich abgelehnt. Auch eine berufsbedingte Krankheit wurde nicht in Erwägung gezogen. Ich befinden mich nunb mit Unterstützung der Gewerkschaft im Klageverfahren. Es wäre allerdings sehr hilfreich, nicht nur für mich sondern auch in der Zukunft für andere Kollegen/innen, weitere Betroffene benennen zu können um die Situation wie sie besteht zu unterstreichen und eventuell gegen das Land die Klage erfolgreich durchzuführen.

  6. @Michael E.

    War wegen Hüftproblemen auch etliche Zeit krank geschrieben. Die Arbeitsmedizinerin hatte in der Zeit wohl mehrere gleichgelagerte Fälle. Aber niemand interessiert sich wohl ernsthaft für das Problem, welches einfach über den Arbeitsschutz und einer entsprechenden Gefährdungsbeurteilung abgeschafft werden könnte! Zumal die Medizinerin das Problem erkannt hat. berta.qasder@gmail.com

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