Es geht voran – Kiellegung für das erste BPOL-Schiff erfolgt

Am 14. August 2017 fand in dem Familienunternehmen Fassmer GmbH Co.KG in Berne/ Niedersachsen  die Kiellegung für das erste Schiff der Bundespolizei statt, das im Dezember 2018 vom Stapel laufen soll. Das Schiff ist das erste von insgesamt drei 86 Meter langen Schiffen, auf denen künftig auch problemlos die großen Super-Puma-Transporthubschrauber der Bundespolizei landen können. Damit lassen sich sämtliche polizeilichen Aufgaben im Küstenwachverbund auch in Zukunft

Quelle: Bundespolizei

flexibel und mit robuster Stärke sicherstellen.

Die Schiffe sind keine Extraanfertigungen für die Bundespolizei, denn es sind schon gleichartige Schiffe für internationale Kunden vom Stapel gelaufen. Die BPOL-Schiffe sind aber modifiziert worden und haben unter anderem eine Abgasrückgewinnungsanlage. Sie zählen damit zu den so genannten „sauberen Schiffen“. Das Thema Abgasreinigung ist ja gerade in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Diskussionen.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft setzt sich seit langem für neue Schiffe ein und begleitet daher die Schritte bis zur Inbetriebnahme. Kai Dittelbach, Bezirksverbandsvorsitzender in Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, war bei der Kiellegung dabei.

Das symbolische „auf-Kiel-legen“ hat in der Schifffahrt die gleiche Bedeutung wie beim Hausbau die Grundsteinlegung und wird daher ebenfalls feierlich begangen. Hierbei wird das erste Teil des Schiffes auf Kiel gelegt und als Glücksbringer eine oder mehrere Münzen im Rumpfteil hinterlegt. Diese Münzen werden auf einer Plakette oder Ähnlichem später im Schiff an einer Wand aufgehängt und immer das Schiff begleiten. Der Bundesinnenminister Thomas de Maizière war es, der die Münzen unter den Kiel und anschließend den Kiel auf die Münzen legte.

 

Kai Dittelbach begrüßte auch die jüngste Ausschreibung des Bundespolizeipräsidiums für die Bundespolizei See. „Was nützen uns noch so moderne Schiffe, wenn sie am Kai im Hafen liegen bleiben, weil wir nicht genügend Personal zum Auslaufen haben“, sagt Dittelbach. Gerade die Bundespolizeigewerkschaft hatte immer wieder auf den Personalmangel bei der maritimen Komponente hingewiesen und dringend Ausschreibungen angemahnt. „Ich hoffe, dass sich viele Interessenten für diesen einzigartigen und vielfältigen Aufgabenbereich melden“, so Dittelbach.

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