Vollausbau des WLAN-Netzes – aber schnell!!

Arne Scheppach
Bundesreferent Aus- und Fortbildung

Seit April 2017 verfügt die Bundespolizeiakademie über WLAN für Stammpersonal, Lehrgangsteilnehmer und Angehörige der Laufbahnausbildung. Endlich trägt die Forderung der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Früchte! Doch es ist noch kein Grund zur Freude – innerhalb der Bundespolizeiakademie ist zwar WLAN für den privaten Zugang ins Internet möglich, jedoch nur an vereinzelnden Stellen funktioniert es. Ein erster Schritt in Richtung „Moderne“, doch reicht es bei weitem nicht aus, um den dringenden Bedarf zu decken.

Möchte die Bundespolizei in der Aus- und Fortbildung in der sog. „Champions League“ mitspielen, möchte die Bundespolizeiakademie mit ihren nachgeordneten Dienststellen „erste Adresse“ sein, ist ein Vollausbau des WLAN-Netzes ein Mindeststandard!

Insbesondere vor dem Hintergrund des Projekts eLearning sowie der zunehmend geforderten Flexibilisierung und schnellen Informationsaustausches ist eine vollumfängliche WLAN-Abdeckung in jedem Standort der Bundespolizeiakademie Pflicht. Ein gut funktionierendes stabiles WLAN-Netz bedeutet nicht nur moderner Standard, sondern eröffnet auch neue Lehr- und Lernmethoden, welche unterstützend in der Aus- und Fortbildung Anwendung finden können und müssen.

Insbesondere für das Studium der Laufbahnen im gehobenen und höheren Polizeivollzugsdienst ist ein leistungsfähiges Hochschulnetz in Zeiten moderner Kommunikationswege unerlässlich. „Obgleich es um Recherchemöglichkeiten zur Abarbeitung von Aufträgen, Diplom- oder Masterarbeiten oder einfach zur schnellen Informationsweitergabe von organisatorischen Maßnahmen innerhalb der Laufbahnabsolventen geht – ein stabiles und leistungsfähiges Internet ist mittlerweile eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche und qualitativ hochwertige Laufbahnausbildung!“, so der Fachreferent für Aus- und Fortbildung Arne Scheppach. „Wenn die Bundespolizei es nicht schafft, in nächster Zeit ein leistungsfähiges Hochschulnetz innerhalb der Bundespolizeiakademie und den Aus- und Fortbildungszentren mit einem vollausgebauten WLAN-Zugang aufzubauen, gerät früher oder später die Aus- und Fortbildung ins Hintertreffen mit der Folge, dass die Bundespolizei an Attraktivität und Leistungsfähigkeit verliert. Das können wir uns nicht leisten!“

Alleine wird die Bundespolizeiakademie mit den jetzigen Herausforderungen den Ausbau nicht schaffen. Es bedarf neben der erforderlichen finanziellen Mittel auch an logistischer Unterstützung seitens der übergeordneten Stellen, denn die Leistungsfähigkeit der Bundespolizeiakademie ist auf Grund des Aufbaus von zwei Aus- und Fortbildungszentren in kürzester Zeit parallel zum laufenden Betrieb einfach erschöpft – und das ohne personellen Aufwuchses im Bereich der Verwaltung und Logistik!

Darüber hinaus scheitere ein Ausbau des WLAN-Netzes nach jetzigem Kenntnisstand vorrangig an finanziellen Mitteln, technischer Ausstattung, vorhandene Bausubstanz sowie an der Verwaltungsbürokratie mit der BImA.

„Wenn ganze Städte in Europa es schaffen, eine WLAN-Versorgung zu gewährleisten, dann ist es völlig unverständlich, dass es eine Organisation wie die Bundespolizei es nicht schafft, eine ihrer Behörden entsprechend auszustatten!“, so der Fachreferent weiter. „Eine Investition in die Zukunft und in die Bildung muss erklärter Wille der obersten Führung sein!“

Um die Bundespolizei im Bereich der Aus- und Fortbildung für die Zukunft fit zu machen, fordert die DPolG Bundespolizeigewerkschaft einen schnellen Aufbau eines leistungsfähigen Hochschulnetzes mit einem vollständigen Ausbau des WLAN-Netzes – ein Muss  um zukunftsfähig und leistungsfähig zu sein! – und das aber schnell!

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