Einkommensrunde 2018: Verhandlungsauftakt beendet

Chance vertan: Arbeitgeber legen kein Angebot vor

© Friedhelm Windmüller

Bundestarifbeauftragter Peter Poysel im Gespräch mit Staatssekretär Hans-Georg Engelke

Ohne Arbeitgeberangebot ist der Verhandlungsauftakt zur Einkommensrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen am 26. Februar 2018 in Potsdam zu Ende gegangen.

„Dieses Vorgehen hat zwar schon Tradition, enttäuscht uns aber trotzdem immer wieder“, kritisierte dbb Verhandlungsführer Ulrich Silberbach. „Die Arbeitgeber haben damit die erste Chance vertan, zügig in konkrete Verhandlungen einzutreten. Jetzt haben wir nur noch zwei Verhandlungsrunden. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Ich denke, wir müssen schon vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck aufbauen und die Kolleginnen und Kollegen zu Protestaktionen auf die Straße rufen.“

Trotz klirrender Kälte haben sich hunderte Kolleginnen und Kollegen am Verhandlungsort in Potsdam zusammengefunden, um ihren Forderungen lautstark Nachdruck zu verleihen, darunter auch viele Mitglieder der DPolG Bundespolizeigewerkschaft.

Am Rande des heutigen Auftakts der Tarifverhandlungen nutzte unser Bundestarifbeauftragter Peter Poysel sofort die Möglichkeit, BMI-Staatssekretär Hans-Georg Engelke im persönlichen Gespräch die besondere finanzielle Belastungssituation vieler Tarifbeschäftigter in der Bundespolizei zu schildern und ihn auch bezüglich der oftmals absolut unzureichenden Eingruppierungen zu sensibilisieren.

Vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD) sind insgesamt etwa 2,6 Millionen Beschäftigte betroffen: 2,3 Millionen Arbeitnehmer des Bundes und der Kommunen, für die der TVöD direkte Auswirkungen hat, sowie 344.000 Bundesbeamte und Anwärter, auf die der Tarifabschluss übertragen werden soll. Die wirkungsgleiche Übertragung betrifft hier nur die Bundesbeamten, da die Kommunalbeamten nach den jeweiligen Landesgesetzen besoldet werden.

© Friedhelm Windmüller

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