DPolG-Delegation zu Gast beim AFZ Bamberg

Tolle Aufbauleistung, aber nun ist endlich die Anpassung der personellen und materiellen Infrastruktur erforderlich!

Thomas Rudlof, Präsident Alfons Aigner, Rainer Wendt, PD Thomas Lehmann, Ingo Völkel (v.l.)

Nachdem der Bundeshauptvorstand der DPolG Bundespolizeigewerkschaft bereits im November 2016 im Aus- und Fortbildungszentrum (AFZ) in Bamberg zu Gast war, besuchte nun auch der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt auf Einladung unseres Bezirksverbandsvorsitzenden Thomas Rudlof dieses Mammut-AFZ. Komplettiert durch den OV-Vorsitzenden Ingo Völkel ließ sich die dreiköpfige DPolG–Delegation durch AFZ-Leiter PD Thomas Lehmann in die aktuelle Lage vor Ort einweisen. Welch große Bedeutung hier inzwischen die DPolG Bundespolizeigewerkschaft mit ihren vielen Mitgliedern besitzt, lässt sich auch dem Umstand entnehmen, dass sogar der Präsident der Bundespolizeiakademie Alfons Aigner persönlich aus Lübeck zur Begrüßung der DPolG-ler anreiste.

Das AFZ Bamberg, welches eine West-Ost-Ausdehnung von 2 km und eine Nord-Süd-Ausdehnung von 1 km umfasst, ist auf dem Gelände der ehemaligen „Warner Barracks“ der US Army untergebracht. Im Januar 2016 wurde der Aufbaustab unter Leitung von PD Lehmann installiert und bereits im September 2016 konnten die ersten 800 Polizeimeisteranwärter/innen im AFZ Bamberg ihre Ausbildung beginnen. DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt, noch bis vor einem Jahr selbst über 40 Jahre lang Landespolizist in NRW, zeigte sich am Ende äußerst beeindruckt davon, was die Bundespolizei da in kürzester Zeit in Bamberg auf die Beine gestellt hat.

Getreu dem Motto von Oscar Wilde „Nur der Schein trügt nie“ könnte man sich nun im Licht des bisher Erreichten sonnen, allerdings beruhen die großen Errungenschaften zu großen Teilen auf dem Engagement und der Courage von Mitarbeitern, die schon seit langem an ihre Belastungsgrenze stoßen. Dabei handelt es sich auch um die vielen Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten, die bei aller Euphorie über den reibungslosen Lehrbetrieb nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Durch die exorbitanten Einstellungszahlen und der dadurch weiter anwachsenden Mitarbeiterzahl muss die personelle und materielle Infrastruktur dringend den Bedürfnissen angepasst bzw. endlich geschaffen werden. Insbesondere der Bereich der Zentralen Dienste, wie Werkstätten, zentrale Serviceeinrichtungen sowie die Bereiche der Personalnebenkosten sind jetzt unbedingt personell zu verstärken.

Im September 2018 wird das AFZ seine Maximalauslastung mit bis zu 2700 Auszubildenden und Studierenden in 88 Lehrgruppen, sowie etwa 800 Stammkräften erreicht haben. In Folge dessen wurde bereits vorrangig der Lehrbereich verstärkt, was gut und richtig ist, leider jedoch, ohne parallel dazu die Zentralen Dienste entsprechend zu berücksichtigen. Die Zeit drängt, denn bereits heute schon gibt es immense negative Auswirkungen in der Bearbeitung von Reisekostenanträgen.

Der Bundesvorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter fordert deshalb, bereits im Vorfeld von Organisationsuntersuchungen das hierzu benötigte Personal bereit zu stellen: „Der Ausbau der personellen und materiellen Infrastruktur muss ganzheitlich und perspektivisch erfolgen, weil das, was für eine Übergangszeit geplant war, wegen der tausenden zusätzlichen Stellen und gewaltiger Ruhestandsdaten in den nächsten 10 Jahren Bestand haben wird.“

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