Bundesgleichstellungskommission zu mobilem Arbeiten und Entlastungsgürtel

Wie Karriere trotz Familie gelingen kann, welche flexiblen Arbeitszeitmodelle es gibt und welche Auswirkungen das zunehmend mobile Arbeiten zeigt, waren die Schwerpunkte der Tagung der Bundesgleichstellungskommission der DPolG Bundespolizeigewerkschaft in Königswinter, die die Bundesgleichstellungsbeauftragte Gabriele Gärthöffner leitete.

Die Gleichstellungskommission fordert, die vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Arbeitens in der Bundespolizei auszuweiten und die Umsetzung zu forcieren. Den „Bedenkenträgern“ des mobilen Arbeitens, die es leider immer noch viel zu viel gibt, hält die Kommission die Vorteile entgegen. Mitarbeiter, die von Zuhause aus arbeiten sind motiviert, die Ausfallzeiten verringern sich und sie stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung, weil sie ansonsten z. B. aufgrund der Pflege eine nahen Angehörigen oder erkrankten Kindes nicht zum Dienst hätten erscheinen können. Davon profitiert also auch der Arbeitgeber. Die Aufgaben müssen trotz des abgesetzten Arbeitsplatzes eigenverantwortlich erledigt werden und werden es auch, wie bereits in den zurückliegenden Jahren bewiesen. Also insgesamt eine Win-Win-Situation! Man muss der Mitarbeiterin / dem Mitarbeiter allerdings das Vertrauen entgegenbringen. Etwas Neues und Effizientes und deren Vorteile zu erkennen und letztlich zu akzeptieren gelingt nicht allen in der gebotenen Zeit. Das war bereits vor Jahren auch bei der Einführung der gleitenden Arbeitszeit der Fall, die heute niemand mehr missen möchte. Ein großer Gewinn ist das mobile Arbeiten in jeglicher Hinsicht.
Die Gleichstellungskommission bekräftigte noch einmal die Forderung zur Umsetzung der 38,5-Stunden-Woche für Beamtinnen und Beamte, sowie die Absenkung der Lebensarbeitszeit für Polizeivollzugsbeamte auf das 60. Lebensjahr!

Allen Teilnehmerinnen war klar, dass hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon einiges erreicht wurde, aber insgesamt noch viel Luft nach oben ist. Um die Familienfreundlichkeit in der Bundespolizei zu ermöglichen, sind nicht nur die Chefs gefragt, sondern auch die Kollegen. Alle Beteiligten müssen sich Entgegenkommen und Verständnis füreinander aufbringen.

Entlastungsgürtel

„Ich hatte gehofft, dass wir uns in diesem Jahr nicht mehr mit dem Entlastungsgürtel befassen müssen. Aber leider warten wir immer noch auf die Einführung.“, sagt Gabriele Gärthöffner, die das Seminar leitete. Die Vorteile des Gürtels, der das Gewicht der Einsatzmittel gleichmäßiger am Körper verteilt, so dass blaue Flecken und Schmerzen auf der Hüfte nicht entstehen oder verringert werden. „Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft wird also erneut beim BPOLP die Einführung fordern, da es ein positiver Beitrag zur Gesunderhaltung darstellt.

Mitmachen!

Wer Interesse hat, an einem Seminar der Bundesfrauenkommission teilzunehmen oder bei der Arbeit in der Bundespolizeigewerkschaft helfen möchte, kann sich gerne bei der DPolG Bundespolizeigewerkschaft oder bei der Bundesgleichstellungsbeauftragten Gabriele Gärthöffner melden.

Am Ende des Seminars dankte die Bundesgleichstellungsbeauftragte für die Teilnahme und das Engagement in der Gewerkschaft.

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