Runder Tisch Kriminalitätsbekämpfung wiederbelebt

Bundesreferent Volker Hesse war zu Gast im BPOLP

Am 12. Dezember führte die Abteilung 3 des BPOLP eine Tradition fort, die leider in den vergangenen Jahren in Vergessenheit geraten war: der „Runde Tisch Kriminalitätsbekämpfung“, bei dem der Abteilungsleiter 3 in der Adventszeit Vertreter aller in der Bundespolizei vertretenen Gewerkschaften zu einem Gedankenaustausch einlädtIn diesem Jahr war es also wieder soweit. Herr Schaef und Angehörige fast aller seiner Referate begrüßten die Vertreter der Gewerkschaften; für die DPolG nahm wie immer der Referent beim Bundesvorstand Volker Hesse teil.

Aus den vergangenen Jahren war einiges liegen geblieben, und so gab es insgesamt reichlich Themen, die zur Diskussion standen:

• Nachbesserungsbedarf beim PEK, 
• Erläuterung der Strukturprüfung Ermittlungsdienst, 
• fehlende Klarheit in der Aufgabenabgrenzung KSD-ErmD-KB
• Fortbildungs- / Qualifizierungsprobleme, 
• ausbleibende Umsetzung der Richtlinie Internet und 
• Probleme im Bereich digitale Forensik, 
• Prozessbrüche in IT-Systemen und –Anwendungen, 
• mobile Kommunikation, 
• reduzierter ODP der KAH-Stellen 

Es ging quer durch alle Aufgabenbereiche der Kriminalitätsbekämpfung und wurde in der auch schon früher sehr geschätzten Offenheit beleuchtet.

Auch der Einsatz von Smartphones wurde thematisiert, wobei an dieser Stelle klar zu konstatieren ist, dass deren momentane Anzahl bei weitem (!) nicht ausreicht. Darüber hinaus ist nach unserer Bewertung zumindest mittelfristig eine Integration dieser Geräte in die IT-Landschaft „Polizei 2020“ zwingend erforderlich. Noch immer wird viel zu viel Arbeitszeit dadurch vergeudet, dass Vorgänge nicht bereits vor Ort mit entsprechendem Equipment abschließend bearbeitet werden können oder aber die darauf betriebenen Anwendungen keine Schnittstelle zu den anderen Standardanwendungen haben.

In vielen Themenbereichen werden wir noch in einen vertiefenden Austausch mit der Abteilung 3 eintreten, denn für eine abschließende Diskussion waren selbst die fünf Stunden, die sich Herr Schaef und seine Kollegen Zeit genommen hatten, nicht genug.

Es ist ein gutes Zeichen, dass die Abteilung 3 sich dem Austausch nicht länger verschließt. Auf diese Weise lassen sich die Problemstellungen, die zumeist in der täglichen Handhabung die Kolleginnen und Kollegen der vordersten Linie in den Wahnsinn treiben, auch einmal wieder fachlich versiert und ohne den Vorwaschgang der Hierarchien anderer Entscheidungsebenen verdeutlichen.

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