Ballistische Schutzplatten sind gut, doch wo bleiben die Helme?

Am 21.12.2018 meldete das Bundespolizeipräsidium, dass die Bundespolizei mit der Firma Rheinmetall Defence GmbH einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 41.000 ballistischen Schutzplatten der Klasse VPAM 6 abgeschlossen habe. Die ersten 5.000 Stück sollen im April 2019 ausgeliefert und schnellstmöglich an die Dienststellen verteilt werden. Eine Ballistische Schutzplatte VPAM 6 wiegt 940 g und soll die Beamtinnen und Beamten unter anderem vor Beschuss des Kalibers 7,62 mm (AK-47 Kalaschnikow) schützen, so das BPolP.

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft begrüßt die Beschaffung dieser neuen Schutzplatten ausdrücklich und bedankt sich zugleich bei den Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung 6 des BPolP für ihren engagierten Einsatz in der Sache.

Der Schutz gegen Kalaschnikow-Beschuss erfüllt eine langjährige DPolG-Forderung.

Wir mahnen aber deshalb umso mehr und zum wiederholten Male die immer noch ausstehende flächendeckende Beschaffung von modernen und effektiven ballistischen Schutzhelmen der neuesten Generation an, die auch den Kopf vor Kalaschnikow-Beschuss schützen. Die von der Bundeswehr als Überganglösung beschafften Splitterschutzhelme waren anfangs sicherlich besser als gar nichts, aber sie dürfen auf keinen Fall zur Dauerlösung werden. Hier ist jetzt Eile geboten!

© Foto: BPOL

Ernst G. Walter

Nicht nur unsere Spezialkräfte, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen im Kontroll- und Streifendienst, die in der Regel als erste in lebensbedrohende Einsatzlagen geraten, haben einen Anspruch darauf, mit dem effektivsten und zugleich tragefreundlichsten Schutz ausgestattet zu werden, den es auf dem Markt zu kaufen gibt. Die Haushaltsmittel stehen der Bundespolizei ja endlich in ausreichendem Maße auch für die Ausstattung zur Verfügung.

Deshalb heißt es jetzt: NICHT KLECKERN, SONDERN KLOTZEN!

Ernst G. Walter, Bundesvorsitzender der DPolG Bundespolizeigewerkschaft wird deutlich: „Wir werden keine Ruhe geben, bis nicht auch der letzte Streifenpolizist sofortigen Zugriff auf die beste Schutzausstattung erhält. Das sind wir unseren Kolleginnen und Kollegen, die täglich für uns alle den Kopf hinhalten, schuldig!“

 

 

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