Ein Korken, Stulpenstiefel, Wollknäuel, Berlin oder Bonn und eine Katze mit 3 Schwänzen

lassen sich trefflich miteinander kombinieren, wissen seit dem 08. Oktober 2014 die Teilnehmer/Innen des Seminars: „20. Juni 1991 für Funktioner“.
Am ersten Datum endete ein Seminar der DPolG Bundespolizeigewerkschaft an der dbb-Akademie in Königswinter, welches am 06. Oktober 2014 begonnen hatte. Das zweite Datum umschreibt die historische Bundestagsdebatte zur Frage der neuen Hauptstadt Deutschlands Berlin oder Bonn. Diese Debatte wurde überparteilich geführt, ohne Fraktionszwang abgestimmt und bildete die Grundlage zur Idee ein Kommunikationsseminar staatspolitisch umzusetzen. 20141007_Gruppenbild m Textfeld
Zunächst galt es Grundlagen hinsichtlich Verbalverhalten, Haltung, Gestik, Mimik des aktiven Zuhörens sowie des kontrollierten Dialogs zu vermitteln und so wendeten die Dozenten drei Übungen an, die schon zu Beginn den vollen Einsatz der Anwesenden in Anspruch nahmen. Hierbei sorgte Susanne Drechsler mit Ihrem Korken für die richtige Aktivierung der Muskulatur im Resonanzraum „Mund“, der „Stulpenstiefel“ für die Vitalisierung der Ausformung der richtigen Laute des Körpers sowie des Geistes und mit dem Wollknäuel von Jürgen Zimmermann (natürlich in DPolG-blau) wurde nicht nur die Konzentration und die Merkfähigkeit, sondern auch das Verständnis zur hirngerechten Kommunikation und nebenbei spinnengleich ein erstes Netzwerk gewoben, welches im späteren Verlauf noch eine weitere Bedeutung erfahren sollte.
Der Dialog in Gruppen und im Zweiergespräch wurde ebenso trainiert, wie die Formulierung eines Standpunktes oder die Beschreibung und die Lösung eines Problems im Fünferschritt praktisch geübt. Hierbei wurden individuelle Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, gemeinsam in offener und stets entspannter Atmosphäre erörtert und diskutiert.
Kommunikation ist alles und ohne Kommunikation ist alles nichts, hieß es dann Dienstagnachmittag als uns der Stellvertretende Bundesjugendleiter der DPolG und 1. Stellvertretender Landesvorsitzende JUNGE POLIZEI BW sowie der Kreisvorsitzende Präsidium Technik, Logistik, Service der Polizei BW,
Michael Haug, den Unterschied zwischen Parteilichkeit im politischen Sinne und des Ergreifens von Partei für unsere Mitglieder verdeutlichte. Ein Feuerwerk an Informationen und Hilfen brannte das neue Gesicht im Seminar ab und verstand am Ende gewerkschaftliches Networking mit dem eingangs erwähnten Wollknäuel zu verbinden.
So musste am Ende des Tages die rasselnde Trommel helfen um die Vielzahl an Input zu ordnen und dem Gehirn wieder Raum für Neues zu geben. Zunächst schaffte ein kurzfristig anberaumter Kegelabend in der hauseigenen Kegelbahn ein sportliches Gemeinschaftserlebnis ganz anderer Art und sorgte für die notwendige Zerstreuung.
Wenn keine Katze zwei Schwänze hat und eine Katze stets einen Schwanz mehr als keine Katze hat, könnte man daraus folgern, dass es eine Katze mit drei Schwänzen gäbe, erfuhren die Teilnehmer dann am Mittwochmorgen.
Zugleich hilft dieses Beispiel nicht nur bei der Darstellung, dass eben nicht jede Folgerung stimmt sondern diente auch als Einstieg in die „Welt der Argumentation“, welche mit einer in Gruppenarbeit erstellten Analyse der Rede des Bundestagsabgeordneten Dr. Schäuble zur Frage „Berlin oder Bonn“ und einer entsprechenden Präsentation derselben vertieft werden konnte.
Übungen zur Reaktions- und Schlagfertigkeit sowie die angemessene Reaktion auf Störungen und Einwände rundeten den Vormittag nicht nur ab, sondern zeigten auch, dass die Themen und Übungsmöglichkeiten so vielfältig sind, dass ein Seminar nicht reicht um die geweckte Neugier zu befriedigen.
Ein Seminar der Spitzenklasse war dann auch das einstimmige Fazit aller Teilnehmer, welches neben dem persönlichen Feedback auch in der anonym abzugebenden Wertung (1-2) schriftlich neben dem Wunsch nach Vertiefung geäußert wurde.

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