DPolG bekennt sich zu Menschen mit Behinderung in der Polizei

(Foto: Windmüller)

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Der 24. Bundeskongress der DPolG hat eine „Berliner Erklärung“ verabschiedet, in der es u.a. heißt:

„Schwerbehinderte Kolleginnen und Kollegen müssen einen Platz in unserer Mitte haben können und dürfen nicht ausgegrenzt werden. Die Polizei und der öffentliche Dienst insgesamt müssen im Umgang mit Menschen mit Behinderung endlich eine Vorbildfunktion entwickeln, um auch in der Gesellschaft das Bewusstsein für dieses Thema zu stärken und zu fördern.“

Außerdem wurde unter Mitwirkung der Fachkommission Behindertenangelegenheiten der folgende Antrag vom Bundeskongress einstimmig angenommen:

„Bundesleitung und Bundesvorstand werden beauftragt, sich für einen fairen, anständigen und vorurteilsfreien Umgang mit gesundheitlich eingeschränkten Menschen in der Polizei einzusetzen.“

Begründung:
Aufgrund der demografischen Entwicklung sowie der zunehmenden Aufgabenvielfalt bei gleichzeitigem Personalabbau nimmt die Zahl der gesundheitlich eingeschränkten Menschen mit und ohne Behinderung in derdeutschen Polizei stetig zu. Auch diese Kolleginnen und Kollegen haben zumeist viele Jahre harten Dienst verrichtet und ein Anrecht auf einen fairen und anständigen Umgang. Das ist leider nicht immer der Fall.

Aus diesem Grund fordert der Bundeskongress der Deutschen Polizeigewerkschaft im DBB alle Innenminister und Innensenatoren des Bundes und der Länder auf, in ihren Zuständigkeitsbereichen dafür Sorgen zu tragen, dass gesundheitlich eingeschränkte bzw. behinderte Kolleginnen und Kollegen handicap gerecht verwendet werden und somit vorzeitige Pensionierungen möglichst vermieden werden.
Die Verantwortlichen in der Polizei müssen dafür sorgen, dass die bundesweiten Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auch in der Polizei umgesetzt und gelebt werden. Der Polizeivollzug und die Polizeiverwaltung haben dabei eine Vorbildfunktion und die Pflicht, die UNBRK in allen Polizeidienststellen umzusetzen.
Mit diesem Beitrag wird die Polizei auch ihrer sozialpolitischen Verantwortung eines öffentlichen Arbeitgebers besser gerecht und kann die Eingliederung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung verbessern und deren Stellung innerhalb der Gesellschaft stärken.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft im DBB setzt sich nachhaltig dafür ein, dass sich leistungseingeschränkte und behinderte Kolleginnen und Kollegen mit nicht eingeschränkten Kollegeninnen und Kollegen aufgeschlossen, verständnisvoll und vorurteilsfrei in ihrem polizeilichen Auftrag begegnen und so gemeinsam wirken können.

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