Fehlerhaftes Personalentwicklungskonzept – endlich Einsicht beim Mitbewerber

Normalerweise gehört es zu unserem Umgangston, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren, unsere Erfolge für Eure Interessen darstellen und nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Doch manchmal ist es auch erforderlich, dass man mahnend den Finger hebt.

Mit Verwunderung haben viele Kolleginnen und Kollegen auf die Meldung unserer gewerkschaftlichen Mitbewerberin auf deren Homepage vom 29.Mai 2015 reagiert, in der sie die Abkehr von Vorverwendungserfordernissen im Personalentwicklungskonzept begrüßt und damit eine Kernforderung dieser Gewerkschaft endlich als erfüllt ansieht.

Es verwundert weiterhin, dass angeblich bereits Ende März dieses Jahres die Mitbewerberin gegenüber dem BMI die ersatzlose Streichung der schematischen Abforderung von Vorverwendungen / Verwen-dungsbreiten innerhalb des PEK gefordert habe.

Fakt ist, dass der Antrag zu dieser Forderung durch die DPolG – Vertreter gestellt wurde, die damit ihre ablehnende Haltung gegenüber dem PEK unverändert fortgeführt haben. Bereits bei der Zustimmung zum PEK im Bundespolizei-Hauptpersonalrat hat sich die DPolG gegen dieses Konzept ausgesprochen. – Siehe: „Das PEK ist wahrlich kein Grund zum Jubeln!“

Fakt ist auch, dass unsere Mitbewerberin noch in ihrer Veröffntlichung „Der Rückblick: So war unser Gewerkschaftsjahr 2014“ zum Personalentwicklungskonzept Bundespolizei ausführt: „Wir konnten unsere Kernforderungen durchsetzen [… ]Einzig unserer Forderung nach dezentraler Einstellung war man uns im PEK nicht gefolgt.“ Und ebenfalls stellte ihr Vorsitzender dazu fest: „Es ist aber ein guter Ansatz, in der täglichen Personalverwaltung unter Mitbestimmung der Personalräte vor Ort zu besserer Qualifizierung, besserer und verlässlicher persönlicher Planung und verbesserter Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kommen.“

Wenn man nun endlich erkannt hat, dass die Verabschiedung des PEK im Jahr 2014 ein Fehler war und viele handwerkliche Baustellen anzugehen sind, dann sollte man dazu stehen, dass man nicht alle Punkte bedacht hatte. Wir strecken die Hand aus, um gemeinsam für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen ein Personalentwicklungskonzept zu erarbeiten, das realistisch und zukunftsorientiert ist und diesen Namen auch verdient.

 

VOLLER EINSATZ FÜR EURE INTERESSEN

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