Beginn der Ferienzeit – DPolG: Luftsicherheit gehört in staatliche Hand

DPolG Bundesvorsitzender, Rainer Wendt

DPolG Bundesvorsitzender, Rainer Wendt

Kurz vor Beginn der Sommerferien im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ihre Forderung bekräftigt, die Sicherheit an Flughäfen wieder in staatliche Hand zu geben. Dazu gehören unter anderem die Personen- und Gepäckkontrollen, die derzeit von privaten Sicherheitsfirmen vorgenommen werden.

„Stundenlange Wartezeiten infolge Personalmangels und gravierende Sicherheitslücken sind das Ergebnis einer verfehlten Politik im Bereich der Luftsicherheit. Die Zustände an deutschen Flughäfen sind für Reisende aus dem In- und Ausland unzumutbar“, sagte DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt.

Wendt: „Im sensiblen Bereich der Luftsicherheit darf es keinen Kostendruck der privaten Marktwirtschaft geben.“ Deshalb fordert die DPolG, dass die Sicherheitskontrollen von staatseigenen Kräften durchgeführt werden. Dafür kann entweder ein staatseigener Betrieb gegründet werden oder Beschäftigte, die dem öffentlichen Dienst angehören, nehmen künftig die Aufgabe wahr. Entscheidend sind Mindeststandards an der Qualität der Arbeit und soziale Standards für die Beschäftigten.

„Die jetzt im Bereich der Personen- und Gepäckkontrolle eingesetzten geeigneten Beschäftigten haben Anspruch darauf, möglichst rasch als Tarifbeschäftigte der Bundespolizei unter den Schutz stabiler, nachvollziehbarer und bundesweit einheitlicher Tarifstrukturen zu gelangen“, so Wendt.

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