Nachwuchssorgen auch bei der Bundespolizei See

BPol-See2014_DPolG6Die Bundespolizei See ( BPOL See ) benötigt zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben auf See nicht nur dringenden Ersatz für die betagten Einsatzschiffe, sondern natürlich auch entsprechend junges ausgebildetes Personal.

Wie auch in vielen anderen Bereichen der Bundespolizei, hat auch BPOL See erhebliche Nachwuchssorgen.

Erschwerend bei der Nachwuchsplanung kommt aber für diesen Bereich analog anderer Spezialverwendungen hinzu, dass die erhöhte Aus- und Fortbildungsdauer für sehr lange Vorlaufzeiten sorgt und gleichzeitig die Bewerberzahlen aus verschiedenen Gründen in den letzten Jahren stark rückläufig sind.

Oliver-Ehmsen

Oliver Ehmsen, Vorstandsmitglied und Bezirksverbandsvorsitzender des BV SH/MV

Von der Bewerbung zur Bundespolizei bis zum Einsatz auf dem Schiff vergehen nicht selten 5 Jahre!

Schon jetzt besteht ein nicht unerhebliches Personalfehl gegenüber dem ODP. Zu beklagen ist zusätzlich auch ein auffallend geringer Anteil weiblicher Besatzungsmitglieder.

Wenn nicht spätestens im Jahre 2017 die Fortbildungskapazität deutlich erhöht wird, wird es bis zum Jahr 2031 Personallücken rechnerisch in Stärke einer Inspektion geben.

„Nun müsse man endlich die Weichen für eine zukunftssichere Aufgabenwahrnehmung der Bundespolizei See durch ein vernünftiges Neubauprogramm der Einsatzschiffe mit Finanzierungsgrundlage sowie durch gezielte Einstellung bzw. Werbung von geeignetem Personal gestellt werden, zudem müsse man die Fortbildungskapazitäten deutlich erhöhen! Die Zeit ist überreif!“ so das Vorstandsmitglied und Bezirksverbandsvorsitzende BV SH/MV, Oliver Ehmsen, eindringlich.

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